Bierkrug mit Zinndeckel

Bierkrug mit Zinndeckel BildEigentlich haben Bierkrüge ihren Ursprung bereits im 16. Jahrhundert. Heute verbinden wir Bierkrüge vor allen Dingen mit der bayerischen Kultur. Es gibt den Bierkrug mit Zinndeckel und auch ohne. Ursprünglich wurde der Zinndeckel zum Schutz des Bieres entwickelt. Zum Einen soll er lästige Insekten abhalten und zum Anderen soll er die Frische des Bieres innerhalb des Kruges halten. Es gibt Zinndeckel-Bierkrüge aus Glas, Porzellan, Steingut oder auch komplett aus Zinn. Die Deckel werden direkt an den Krug gegossen, somit sind sie fest miteinander verbunden. Früher waren Bierkrüge ein Identifikationsmerkmal und zeigten die Zusammengehörigkeit, zum Beispiel bei Studentenverbindungen.


Bierkrüge mit Zinndeckel gibt es in verschiedenen Formen und sie wurden und werden auch heute noch mit verschiedenen Motiven graviert. Auch der Bierkrug selbst ist mit verschiedenen Motiven verziert. Es finden sich die unterschiedlichsten Themen und Bilder auf den Krügen. Häufig sind sie mit Wappen, historischen oder biblischen Szenen bedruckt. Heute wird der Bierkrug mit Zinndeckel auch bestimmten Anlässen entsprechend bedruckt und graviert. Man kann sie sogar mit persönlichen Dingen wie Fotos, Vereinslogos oder Sonstigem bedrucken lassen. Bierkrüge nennt man auch Bierseidel, wobei ein Seidel eine Maßangabe ist, die in Deutschland 0,5 Liter bezeichnet. Heute sind Bierseidel mit Zinndeckel häufig reine Sammler- und Liebhaberstücke. Meistens findet man sie als sogenannte Zierkrüge in den heimischen Vitrinen. Oft auch bei ehemaligen Soldaten, da es früher immer einen Bierkrug mit Zinndeckel als Abschiedsgeschenk gab. Zu dieser Zeit war die Firma Villeroy & Boch der führende Hersteller in diesem Bereich. Moderne Sammlerkrüge sind meistens mit verschiedenen ortsabhängigen Sehenswürdigkeiten bedruckt.